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Mastertreffen Januar 2020


Wenn ungewöhnlich viele Einkaufstaschen in der Küche abgestellt werden…,


wenn aus dem hinteren Regal die großen Kochtöpfe hervorgenommen werden …,


wenn die Pferde sich über einen freien Trainingstag wundern, nachdem zuvor eine „Kommission“ mit wohlwollenden Augen die derzeitige Form beäugt und beurteilt hat, (…es wurden immerhin deutliche Verbesserungen festgestellt)


wenn um den Esstisch noch zwei weitere Stühle zur Zahl 6 ergänzt werden …,


wenn die Druckerpatronen nachgekauft werden und der technische Angestellte auf Hochtouren läuft,


die Esstischplatte dicht mit Papier bedeckt ist …,


wenn Textstellen mit Fragezeichen, Ausrufezeichen oder bunt markiert werden,


wenn nicht nur der winterliche Kamin, sondern auch sechs Köpfe rauchen, dann haben wir mal wieder jährliches Mastertreffen bei den Karls in Rousset les Vignes, Frankreich.


Diesmal viel zu kurz, denn es waren nur zwei Tage, die wir deshalb umso intensiver nutzen mussten.


Also blieb meinen lieben Kollegen nur eine „Stallinspektion“ und ansonsten viel Arbeit.


Der Arbeitsrythmus wurde von Sylvia Stössel zugleich auch der Präsidentin von APPEL routiniert bestimmt und dadurch nahm alles strukturiert schnell Form an. Wir profitierten enorm von ihrer beruflichen Erfahrung als Angestellte einer Schweizer Tageszeitung, gewöhnt Protokolle zu verfassen und Arbeitslisten zu erstellen.


Wir waren emsig, freuten uns über gelungene Zwischenergebnisse und jubelten jedem zu, der gerade die Lösung einer vertrackten Überlegung fand. Es war sehr produktiv und kooperativ und in diesem gemeinsamen Geiste ließ sich gut arbeiten. Jede* gab sich mit persönlichen Qualitäten ein: Sylvia als Protokollführerin, Bea als Küchenchef, Philippe als Mediator für Entspannung, Melanie mit einem Vortrag, Sabine und Bertrand mit detaillierten Berichten.


Der Bandenchef mit nun bald 73 Jahren fand sein diesjähriges Entspannungsmantra, das er zum Besten gab, sobald fünf Köpfe zwecks Entscheidung sich flehend zu ihm drehten:


„No stress!!!!“


In der Achtung zu ihm, denn die Schule „braucht“ ihn ja noch soooo lange, fanden die fünf schnell eine ihn entlastende Lösung.


Durchaus amüsant war, dass die Fünfer Bande sich mal vorsichtig traute nach einer Urkunde als Master Instruktor zu fragen. So waren wir doch bis auf Melanie schon seit 9 Jahren im Einsatz! Aber das war dann doch auch signifikant. Denn als es schließlich zur Urkunden Vergabe und einer kurzen Rede von Philippe Karl kam, hob er hervor, dass wir alle fünf unabhängig voneinander bei der Berufung sofort die gleichen Worte aussprachen:



„Was für eine Ehre und hoffentlich bin ich der Aufgabe und Verpflichtung gewachsen“. Eine Aufgabe, die wir bis heute mit Demut, Engagement und Enthusiasmus versuchen auszuführen.

Gott sei Dank blieb genügend Zeit, sich einen Vortrag von Melanie Bulmahn über die thorakale Schlinge anzuhören und sich auszutauschen. Es zeigte sich, dass für uns alle klar ist, dass ganz viele Einzelelemente dazu beitragen, ein Pferd in der Lage zu versetzen, den Reiter zu tragen und sich unter ihm elegant zu bewegen. Insbesondere


  • Impulsion und somit eine gute Körperspannung verbessert durch Übergänge

  • Die Tatsache, dass der Vorhand die stärkste Bedeutung zukommt, da alle Bewegungen über sie eingeleitet werden

  • Anheben des Kopfes, Veränderung der vertikalen Balance bis hin zum Rückwärts Richten

  • und somit zwingend das Anheben und Absenken der Hände

  • alle Konterbewegungen als da wären Volten in Konterstellung, Schulterherein in allen Variationen, Schlangenlinien in Konterstellung oder Zick Zack Linien im Schulterherein bis hin zu Renvers Volten

  • und nicht zuletzt der Effet d’ensemble

  • Das alles Schritt für Schritt entsprechend dem Temperament und dem Gebäude des Pferdes erarbeitet

Neben den Mittagspausen in der ich, Bea, für das leibliche Wohl gesorgt habe und den Abendessen in guten französischen Restaurants blieb viel zu wenig Zeit, für informelle Gespräche.


Wenn dann zwei Stühle wieder an ihren Platz zurückgestellt werden….,


die Tiefkühltruhe mit Resten gefüllt wird ….,


ein Flugzeug in Lyon abhebt und gen Osten fliegt …,


die Karls am drauffolgenden Tag die aufgewärmten Reste noch besser finden als zuvor …

na, dann ….


Ist eben wieder alles vorbei!


Mit den Gesprächen und Beschlüssen des Mastertreffen 2020 im Kopf wird dann die nächste Saison bestritten. Jetzt legt jede* wieder los und wir sechs sind so viel unterwegs, dass wir unter dem Jahr kaum mehr die gemeinsame Zeit für eine Telefonkonferenz finden.


Wir geben uns allergrößte Mühe die Kurse in diesem Jahr für Sie zu großer Zufriedenheit durchzuführen.


Bea Borelle


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(english version below)


Master Meeting January 2020

When unusually many shopping bags are left in the kitchen...,


when the large cooking pots are taken out of the back shelf ...,


when the horses are surprised about a free training day, after a "commission" with benevolent eyes has examined and judged the current form, (...at least significant improvements have been noted)


When two more chairs are added to the dining table at number 6 ...,


when the printer cartridges are replenished and the technical staff is running at full speed,

the dining table top is tightly covered with paper ...,


when not only the winter fireplace but also six heads are smoking,

then we have another annual Master Meeting at the Karls in Rousset les Vignes, France.

This time much too short, because it was only two days, which we had to use all the more intensively.


So, my dear colleagues only had one "stable inspection" and otherwise we all a lot of work.

The work rhythm was routinely determined by Sylvia Stössel, at the same time also the president of APPEL, and thus everything quickly took shape in a structured way. We profited enormously from her professional experience as an employee of a Swiss daily newspaper, used to write minutes and to create work lists.


We were busy, delighted with the successful interim results and cheered everyone who had just found the solution to a tricky problem. It was very productive and cooperative, and it was easy to work in this common spirit. Everyone entered with personal qualities: Sylvia as minute-taker, Bea as chef, Philippe as mediator for relaxation, Melanie with a lecture, Sabine and Bertrand with detailed reports.


The gang leader, now almost 73 years old, found this year's relaxation mantra, which he performed as soon as five heads turned to him pleading for a decision: "No stress!!!!".


In respect for him, because the school "needs" him for such a long time, the five quickly found a solution that would relieve him.


It was quite amusing that the gang of five carefully dared to ask for a certificate as Master Instructor. Except for Melanie, we had been in service for 9 years! But that was significant. Because when it finally came to the awarding of the certificates and a short speech by Philippe Karl, he emphasized that all five of us, independently of each other, immediately spoke the same words at the appointment:


"What an honor and I hope I am up to the task and obligation". A task that we are still trying to carry out today with humility, commitment and enthusiasm.

Thank God there was enough time to listen to a lecture by Melanie Bulmahn on the thoracic sling and to exchange views. It turned out that it is clear to all of us that many individual elements contribute to the ability of a horse to carry the rider and to move elegantly under him. Particularly


  • Impulsion and thus a good body tension improved by transitions

  • The fact that the forehand is the most important, because all movements are initiated through it

  • From lifting the head, changing the vertical balance through to reinback

  • and therefore, the raising and lowering of the hands is mandatory

  • all counter movements as there are voltes in counter position, shoulder-in all variations, serpentines in counter position or zigzag lines in shoulder-in up to renvers voltes

  • and last but not least the Effet d'ensemble

  • All this is worked out step by step according to the temperament and the confirmation of the horse

Beside the lunch breaks in which I, Bea, took care of the physical well-being and the dinner in good French restaurants, there was much too little time for informal conversations.

Then, when two chairs are put back in their places...

the freezer is filled with leftovers ...

a plane takes off from Lyon and flies northeast ...,

the next day, Karls find the warmed-up leftovers even better than before...

well, then ...

It's all just over again!

With the discussions and decisions of the Master Meeting 2020 in mind, the next season will be contested. Now everyone is getting started again and the six of us are on the road so much that we hardly find the time for a telephone conference during the year.

We will do our utmost to carry out this year's courses to your great satisfaction.

Bea Borelle


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